Mistral ist als europäischer Anbieter eine Alternative zu den bekannten internationalen Anbietern von Modellen wie ChatGPT oder Claude. Mistral holt aktuell als Open-Source-Lösung auf und macht große Entwicklungsschritte. Es ist inzwischen für Unternehmen mit Datenschutzanforderungen eine verlockende Möglichkeit, denn Mistral ist stark im "Self-Hosting". Man kann Mistral also ohne Cloudanbindung im eigenen Unternehmen laufen lassen und kommt gerade bei klassischen Textaufgaben wie Zusammenfassungen, E-Mails schreiben, Dokumente strukturieren oder einfache Recherchen auf sehr vergleichbare Ergebnisse zu Claude oder ChatGPT.
Die Kosten sind ebenfalls mehr als wettbewerbsfähig, da die verwendeten Modelle im Vergleich zu denen der amerikanischen Anbieter kleiner, schneller und einfacher zu betreiben sind. Besondere Stärken zeigen diese Modelle derzeit vor allem im Bereich der Softwareentwicklung, also im "Coding". Viele Entwickler nutzen Mistral lokal für Ihre Coding-Assistenten, also als Unterstützung beim Programmieren.
Leider kommt Mistral noch bei sehr komplexen Aufgaben, wie zum Beispiel bei Recherchen mit langen Denkketten oder mathematischen Beweisen an seine Genzen. Mistral baut derzeit seine Möglichkeiten aus, mit Bildern, Videos, Audios oder multimodalen Agenten zu arbeiten, ist aber noch nicht so weit wie die Platzhirsche auf dem Markt, die auch beim Support und der Einbindung in deren Ökosysteme mehr bieten können. (Aber: Einbindung bedeutet auch mehr Abhängigkeit.)
Fazit: Mistral ist heute schon deutlich besser bei Datenschutz-kritischen Anwendungen, gleich gut beim Einsatz in lokalen Systemen und für Alltags-Textaufgaben. Schwierige Recherchen und komplexe Agenten-Aufgaben sind noch im Aufbau, aber schon bei 90%. Viele Unternehmen nutzen die Modelle parallel nebeneinander. Vielleicht auch etwas für Dein Unternehmen?