Der Möglichmacher-Newsletter im Juli 2026

🧑‍🤝‍🧑 Wertschätzung im Unternehmen erhalten 

🚀 KI in der Personalentwicklung Teil 1: KI zur Unterstützung im Corporate Learning 

🏝️Walking in the sand- Erinnerungen können trügen 
    
🤥Persönlichkeitstests und Faking bei der Personalauswahl 
Dieser Newsletter bietet Dir eine Mischung aus interessanten Themen der Führungs- und Personalentwicklung, Infos zu Personaldiagnostik oder Persönlichkeitsentwicklung. Er lädt Dich ein, über konkrete Lösungsansätze und Ideen zur Gestaltung Deiner Arbeitswelt nachzudenken. Ergänzt wird das Ganze mit Erkenntnissen aus der Psychologie und ganz konkreten Angeboten für Dich als Abonnent*in des Newsletters. Wenn Dir der Newsletter gefällt, freue ich mich, wenn Du ihn weiterempfiehlst. 
🧑‍🤝‍🧑Wertschätzung im Unternehmen als Impuls

Ich biete seit diesem Jahr Online-Impuls-Workshops im dreistündigen Format an und eines der Workshopthemen ist "Wertschätzung geben und bekommen". Manchmal sind Führungskräfte die Zielgruppe, aber das Angebot kann sich auch an die gesamte Belegschaft richten. Das Ziel ist mehr Vertrauen und mehr psychologische Sicherheit im Unternehmen zu erreichen. Es gilt fehlende Wertschätzung oder ungeschickten Umgang mit Wertschätzung zu verhindern und denen, die sich für mehr Wertschätzung in der Organisation einsetzen, gute Tipps an die Hand zu geben. 

In drei Stunden lassen sich den Teilnehmenden viele Anregungen geben, um dem Begriff "Wertschätzung" auch psychologisch näher zu kommen. Am Ende gehen alle mit unterschiedlichen Ansätzen nach Hause. Der eine denkt darüber nach, warum er lobende Worte immer abwehrt. Der nächste macht sich Gedanken, wie ehrliche Wertschätzung von seinen Kolegen einfordern kann. Vielleicht denkt er auch darüber nach, was er macht, wenn diese von seiner Anforderung überfordert sind- und es trotzdem gut ist, dass er es anspricht.  

Mach Dein Unternehmen zu einem besseren Ort! 

Wenn Du Dich mit mir darüber austauschen willst, melde Dich unter info@berndschiffmann.de 




Homepage Bernd Schiffmann


🚀KI in der Personalentwicklung - Teil Eins - als Unterstützung des innerbetrieblichen Lernens 

Der erste Teil der Blogreihe "KI in der Personalentwicklung" behandelt die Frage, wie KI betriebliches Lernen unterstützen kann. Corporate Learning beschreibt die Bemühungen Bedingungen für einen guten, idealerweise systematischen, Austausch von Wissen zu schaffen und den Aufbau von praktischen Qualifizierungen am Arbeitsplatz zu organisieren. Die Anforderungen sind hoch: Onboarding verbessern, Wissensmanagement bei ausscheidenden Mitarbeitenden organisieren und Lust auf Lernen und Innovationen schaffen, um besser auf Veränderungsanforderungen reagieren zu können. Glücklicherweise nutzen Beschäftigte im privaten Alltag schon moderne Lernwege: YouTube-Tutorials, Podcasts und vor allem KI-Tools wie ChatGPT oder Claude. Das gilt es aufzunehmen und zu nutzen. 

Das Angebot - auch der betrieblichen Lernmöglichkeiten - wächst vor allem durch KI rasant, birgt aber immer auch die Gefahr des wenig effizienten Umgangs mit den Angeboten. Die Einschätzung der Qualität der Lernmaterialien, der Aufwand die "richtigen" und im Unternehmen anwendbaren Lernquellen zu finden kosten die Lernenden Zeit. Es gilt nicht immer mehr Material anzubieten, sondern mit besseren Filtern, kuratierten Inhalten und klare didaktischen Linien den Lernprozess zu fördern.

Daher gilt es das Angebot zu bewirtschaften, Lernmöglichkeiten zu organisieren und das gemeinsame und individuelle Lernen zu unterstützen. Es gilt für alle eine klare Linie zu finden, die hilft, Überforderung zu vermeiden und Lernzeit sinnvoll zu nutzen. 

Wie sich diese wichtige Aufgabe leichter umsetzen lässt, erfährst Du im Blog.  

Blog KI in der Personalentwicklung Teil 1


🏝️Walking in the sand- Erinnerungen können trügen


Thompson und Mitchell untersuchten im Jahr 1997 das Phänomen der "Rosigen Sicht". Es zeigt sich in einem überraschenden Muster: Befragt man Urlaubende vor, während und nach ihrer Reise nach Ihrer Zufriedenheit, zeigen sich diese ausgerechnet während des Urlaubs am unzufriedensten. Im Nachhinein bewerteten sie die Erlebnisse jedoch deutlich positiver als in dem Moment, in dem sie tatsächlich stattfanden. Unser Gehirn glättet also rückblickend die kleinen Ärgernisse – wie verspätete Flüge, Stress bei der Anreise, Streit über das Restaurant.    

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🤥Persönlichkeitstests zur Personalauswahl? Die lassen sich doch faken, oder? Eine Studie hat das untersucht...
Wenn ich in einem Auswahlverfahren zu einem Persönlichkeitstest gebeten werde, kann ich versuchen, meine Anworten gezielt an die Anforderungen anzupassen, die ich vermute. Aber klappt das auch? Eine Studie von 1995 stellte zunächst einmal fest, dass sich "faking" stereotypenbasiert entwickelt. Es liess sich im Antwortverhalten zu Tests in Auswahlverfahren eine deutliche Tendenz zu vermuteten Idealprofilen nachweisen, die wenig mit der eigenen Persönlichkeit der Bewerbenden  zu tun hatte (Mahar et al, 1995). 

Eine weitere Studie (Martin, Bowen, Hunt, 2002) untersuchte, ob das Faking in Persönlichkeitstests auch erfolgreich ist. Daher wollten die Forscher herausfinden, ob die Kandidaten ihre Antworten so verzerren können, dass sie das Idealprofil der auswählenden Manager erreichen. Es wurden zwei Gruppen gebildet: Eine, die normal antwortet und eine, die das vermutete Idealprofil zu erreichen versucht. Das gelang den Teilnehmenden der zweiten Gruppe gut und sie kamen dabei der Idealvorstellung der auswählenden Manager erstaunlich nahe. Persönlichkeitstests lassen sich also von Bewerbenden erfolgreich beeinflussen. 

Das Fazit könnte sein, beim Einsatz von Persönlichkeitstests in Auswahlverfahren stärker auf ipsative Verfahren zu setzen, die etwas schwerer zu faken sind als normative Skalen ("von 1 bis 7"), da die Nutzenden die Antwortmöglichkeiten gewichten und in eine Reihenfolge bringen müssen. Aber auch solche Verfahren lassen sich beeinflussen.

Eine Idee, Faking abzuschwächen, ist die Re-Validierung im Ergebnisgespräch. Es gilt bei der Rückmeldung des Ergebnisses den Bewerbenden zu fragen, ob sich das Testergebnis im Arbeitsalltag schon bestätigt habe. Idealerweise wird dieses Gespräch von einem externen Partner geführt, der offener Themen ansprechen und auf logische Brüche hinweisen kann als jemand aus dem Unternehmen. Zeigt sich diesem ein schlüssiges Bild, ist damit das Ergebnis des Persönlichkeitstest bestätigt. Dieser Partner sollte qualifiziert und natürlich unabhängig vom Testanbieter sein. 

Grundsätzlich sollte man den ausschließlichen Einsatz von Persönlichkeitstests in der Personalauswahl vermeiden, da Fragebögen nur eine Methode sind, um Eignung und Persönlichkeit einzuschätzen. Besser wäre es, verschiedene Methoden im Verfahren zu nutzen. Als Teil von Multimodalen Verfahrens wie einem Assessment Center könnte das Ergebnis eines Persönlichkeitstest im Interview hinterfragt und konfrontiert werden. Ideal wären Interviewbestandteile mit Simulationen, da diese deutlich weniger anfällig für faking sind und deutlich zutreffendere Aussagen erlauben. Und ganz grundsätzlich: Mit einem Auswahlverfahren, bei dem Faking erfolgreich einzusetzen ist, wähle ich immer eher die weniger ehrlichen Bewerber aus und schaffe mir damit im Unternehmen eine Kultur der "Blender".     

Lust auf Austausch zu dem Thema? Schreibe mir: schiffmann@businessrollenspielagentur.de
 

business.rollenspiel.agentur
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